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Pannekōche

2015-04-18 by tg@
Tags: food fun tip twitxr

Dies ist ein Rezept für polnische Hefepfannkuchen (Racuchy drożdżowe) mit Äpfeln (z jabłkami). Bei uns zu Hause gab es allerdings auch immer diese Pfannkuchen, nur mit Backpulver statt Hefe. Hefe ist allerdings besser. Das, was man sonst in Deutschland (außer Berlin, da heißen Berliner so, obschon die nicht in der Pfanne zubereitet werden) als Pfannkuchen (oder Eier(pfann)kuchen) kennt heißt bei uns Crêpes (oder Eierkuchen). (Natureshadow und ich haben und jetzt drauf geëinigt, daß der Begriff „Pfannkuchen“ zu überladen ist, und zwischen Pannekōche (wie diese hier, nur mit Backpulver), Hefepfannkuchen (diese hier), Eierkuchen (pfannengroß, ½cm dick, mit Zeug eingebacken), Crêpes (beinahe selber Teig wie Eierkuchen, pfannengroß, deutlich dünner, um Zeug gewickelt) und Berlinern zu unterscheiden.
Die Hefepfannkuchen werden etwas mehr als handtellergroß, sind wunderbar luftig und prall und weich in der Mitte.

Pfannkuchen • Pannekōche • Hefepfannkuchen

Man kann die nicht nur als Apfelpfannkuchen zubereiten, sondern sie schmecken auch mit Erdbeeren total lecker, was allerdings recht matschig ist. Blaubeeren oder Pfirsische bieten sich auch an.

Die Mengenangaben sind für eine Standardfamilie gedacht; auf Arbeit doppeln wir alles, um die halbe Firma satt zu kriegen, und beim Firmenfest haben wir alles vervierfacht; das Rezept skaliert linear sehr gut.

Zutaten:

  • 1 Pfund Weizenmehl (½ kg)
  • 1 Prise Salz
  • 50g frische Hefe
  • 3 Eßlöffel Zucker
  • 1½ Tassen Milch auf Zimmertemperatur(!)
  • 1 Ei
  • 3–4 Äpfel (am besten „Topaz“)

Zubereitung: Das Mehl in eine große(!) Schüssel geben (der Teig steigt enorm hoch), das Salz hinzumischen. In die Mitte eine kleine Kuhle machen und dort die Hefe hineingeben und mit dem Zucker überhäufen, danach mit einer halben Tasse Milch übergießen und eine Viertelstunde gehen lassen. Dann das Ei und eine ganze Tasse Milch zugeben, kneten und zugedeckt etwa ein bis zwei Stunden gehen lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln und in dünne Scheiben (etwa 2–3 mm dick) schneiden. (Für 16 Äpfel muß man hier über eine Stunde Arbeitszeit einkalkulieren!) Diese nach dem Ziehen dem Teig zugeben und nochmals durchmischen und eine weitere Stunde (im polnischsprachigen Rezept stand 15–20 Minuten, aber wir gehen hier von Erfahrungswerten von Paweł und mir auf Arbeit aus) zugedeckt gehen lassen.

In einer Pfanne (bei doppelter oder gar vierfacher Menge besser in drei Pfannen zu zweit gleichzeitig) Öl mit einem Klecks Butter heißwerden lassen und dann mit einem großen Eßlöffel oder, besser, einem Salatbestecklöffel, drei bis vier Kleckse des Teigs (separat) in die Pfanne geben; nach kurzer Zeit (wenn der Boden und die Ränder schon etwas fest sind) mit einem Pfannenwender umdrehen und leicht obendrauf drücken, dann braten lassen und noch 3–4 Mal wenden, bis sie auf beiden Seiten goldbraun (oft auch etwas mehr als das…) und in der Mitte durch sind, dann auf einen Teller geben, der mit zwei Lagen Zewa ausgelegt wurde, um das überschüssige Fett aufzusaugen. Dann die nächsten Pfannkuchen machen und auf den Teller (oder einen neuen) stapeln. Zielgröße ist etwas mehr als handtellergroß und mehrere Zentimeter dick.

Heiß servieren. Kann man so (sind mir süß genug) oder mit Puderzucker bestreut (mag Paweł lieber) oder mit Marmelade essen. (Wenn man die vierfache Menge für die ganze Firma macht sollte man bereits während des Bratens ab und zu selber einen essen, weil man sonst nix mehr bekommt, weil das so lecker riecht, daß die Kollegen einen belagern…)

Update: Photo. Diesmal mit Vollkornmehl — eher mehr Milch nehmen hierbei, sonst fallen die Äpfel raus. Stevia geht auch, aber ein bißchen Zucker muß zum Gären sein.

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